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VPN kostenlos: was Gratis-VPNs können und wo sie aufhören

Ein kostenloser VPN kann im offenen WLAN gute Dienste leisten, hat aber klare Grenzen bei Datenvolumen, Standorten und Streaming. Hier lesen Sie, welche Gratis-Tarife seriös sind, wovon Sie die Finger lassen sollten und wie Sie Bezahldienste ohne Risiko testen.

VPN kostenlos: Smartphone mit Gratis-VPN-App im Kaffeehaus-WLAN

Von der Redaktion Bester VPN ·

VPN kostenlos: was Sie gratis bekommen

Ein VPN kostenlos zu nutzen klingt verlockend, und für manche Zwecke reicht es auch. Wenn Sie im Kaffeehaus, am Flughafen Wien oder im Railjet ins offene WLAN gehen, verschlüsselt auch ein guter Gratis-VPN Ihre Verbindung. Doch der Betrieb von Servern kostet Geld. Irgendwo muss es herkommen, entweder aus einem Bezahltarif, aus Werbung oder aus Ihren Daten.

Seriöse Gratis-Angebote sind meist eine abgespeckte Version eines Bezahltarifs. Der Anbieter hofft, dass Sie später upgraden. Typische Grenzen sind:

Bester VPN kostenlos: seriöse Gratis-Tarife

Nur wenige bekannte Anbieter haben einen dauerhaft kostenlosen Tarif. Unter den Diensten, die wir für Österreich vergleichen, sind das unter anderem Proton VPN, Windscribe, hide.me, TunnelBear und PrivadoVPN.

Website von Proton VPN, als Beispiel für einen Anbieter mit eigener App
Screenshot: protonvpn.com, Oktober 2026

Proton VPN Free

Proton VPN hat einen der großzügigsten Gratis-Tarife. Laut der Seite von Proton zum kostenlosen VPN gibt es kein Datenlimit, keine Werbung und keine Zeitbegrenzung. Dafür ist nur ein Gerät gleichzeitig erlaubt, und Streaming sowie Tauschbörsen bleiben dem Bezahltarif vorbehalten. Der Bezahltarif kostet 9,99 € im Monatsabo oder 3,49 € pro Monat bei 24 Monaten.

Windscribe, hide.me und andere

Windscribe, hide.me, TunnelBear und PrivadoVPN bieten ebenfalls kostenlose Tarife an, meist mit begrenztem Datenvolumen und weniger Standorten. Prüfen Sie vor der Installation auf der Website des Anbieters, welche Grenzen aktuell gelten, denn sie ändern sich immer wieder.

Wovon Sie besser die Finger lassen

In den App-Stores finden sich unzählige Gratis-VPNs von unbekannten Firmen. Eine Studie von Forschern der australischen Forschungsbehörde CSIRO und der University of New South Wales hat 283 Android-Apps mit VPN-Funktion untersucht. Bei dieser Untersuchung zu Android-VPN-Apps zeigten über 38 Prozent der Apps Hinweise auf Schadsoftware, und 18 Prozent verschlüsselten den Verkehr gar nicht. Die Studie stammt aus 2016, die Warnung gilt aber weiter. Ein VPN sieht Ihren gesamten Datenverkehr, und unbekannten Anbietern sollten Sie diesen nicht anvertrauen.

Wann ein Gratis-VPN reicht

Für gelegentliche Nutzung ist ein seriöser Gratis-Tarif oft genug. Typische Beispiele sind das WLAN im Hotel, im Zug oder in der Bibliothek, kurzes Surfen am Handy oder das Abrufen von E-Mails unterwegs. Wer dagegen täglich mehrere Geräte schützen, am Fernseher streamen oder große Dateien laden will, stößt schnell an die Grenzen.

Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen

VPN kostenlos testen: Bezahl-VPN mit Geld-zurück-Garantie

Wenn Sie mehr brauchen als ein Gratis-Tarif bietet, etwa für Streaming oder mehrere Geräte, können Sie viele Bezahldienste praktisch kostenlos testen. Sie zahlen zunächst, bekommen das Geld aber innerhalb der Frist zurück, wenn Sie kündigen. NordVPN, ExpressVPN, Surfshark und Proton VPN bieten 30 Tage, CyberGhost 45 Tage.

So gehen Sie vor:

  1. Bedingungen lesen: Prüfen Sie auf der Website des Anbieters, ab wann die Frist läuft und wie Sie die Rückerstattung beantragen.
  2. Direkt beim Anbieter kaufen: Die Geld-zurück-Garantie gilt in der Regel bei Kauf auf der Website. Bei Käufen im App Store oder bei Google Play gelten die Regeln von Apple oder Google.
  3. Datum notieren: Tragen Sie das Ende der Frist in Ihren Kalender ein.
  4. Gründlich testen: Probieren Sie alles aus, was Ihnen wichtig ist, etwa Geschwindigkeit am Anschluss zu Hause oder Streaming am Fernseher.
  5. Rechtzeitig kündigen: Gefällt Ihnen der Dienst nicht, beantragen Sie die Rückerstattung über den Kundendienst, bevor die Frist abläuft.

Achten Sie auf die Laufzeit. Die niedrigen Preise gelten nur bei langer Bindung. Surfshark kostet im 24-Monats-Tarif 2,49 € pro Monat, im Monatsabo aber 18,95 €.

VPN kostenlos ohne Anmeldung und VPN free: geht das?

Viele suchen nach einem VPN kostenlos ohne Anmeldung, also ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse. Das gibt es, ist aber selten die beste Wahl. Seriöse Anbieter wie Proton VPN verlangen ein Konto, auch für den Gratis-Tarif, damit sie Missbrauch begrenzen können.

Apps, die mit „VPN free“ und ganz ohne Konto werben, finanzieren sich oft über Werbung oder Daten. Manche Browser haben einen eingebauten Gratis-VPN. Dieser schützt meist nur den Verkehr im Browser, nicht aber andere Apps auf Ihrem Gerät. Für das Online-Banking am Laptop im Hotel ist das zu wenig.

VPN kostenlos auf Apple-Geräten einrichten

Wer ein VPN kostenlos auf Apple-Geräten nutzen möchte, findet im App Store eine große Auswahl. Halten Sie sich an bekannte Anbieter. Am Beispiel von Proton VPN auf dem iPhone geht das so.

  1. Öffnen Sie den App Store und suchen Sie nach „Proton VPN“. Achten Sie darauf, dass Proton AG als Entwickler angegeben ist.
  2. Laden Sie die App und öffnen Sie sie. Legen Sie ein kostenloses Konto an oder melden Sie sich an.
  3. Beim ersten Verbinden fragt das iPhone, ob die App VPN-Konfigurationen hinzufügen darf. Tippen Sie auf „Erlauben“ und bestätigen Sie mit Face ID oder Code.
  4. Tippen Sie in der App auf Verbinden. Oben in der Statusleiste erscheint dann das VPN-Symbol.

Ob das VPN aktiv ist, sehen Sie auch unter „Einstellungen“, „Allgemein“ und „VPN & Geräteverwaltung“. Dort können Sie das VPN auch wieder entfernen. Am Mac laden Sie die App ebenfalls aus dem App Store oder von der Website des Anbieters. Mehr Details zu allen Geräten finden Sie im Ratgeber VPN einrichten, und warum ein VPN im offenen WLAN sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber VPN im öffentlichen WLAN.

Vorsicht bei Abos im App Store

Viele Gratis-Apps bieten gleich beim Start ein Probeabo an, das sich nach einigen Tagen automatisch verlängert. Lesen Sie solche Hinweise genau, bevor Sie auf Bestätigen tippen. Ob auf Ihrem iPhone ein Abo läuft, prüfen Sie unter „Einstellungen“, dann tippen Sie oben auf Ihren Namen und auf „Abonnements“. Dort können Sie ein ungewolltes Abo auch kündigen. Löschen allein reicht nicht, denn das Entfernen der App beendet kein laufendes Abo. Wer lieber am Android-Handy arbeitet, findet laufende Abos in der Google-Play-App unter dem Profilbild.

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Häufige Fragen

Gibt es ein gutes VPN kostenlos?

Ja, einige bekannte Anbieter haben seriöse Gratis-Tarife, etwa Proton VPN ohne Datenlimit. Sie müssen aber mit Grenzen leben, zum Beispiel nur einem Gerät und ohne Streaming.

Sind kostenlose VPNs sicher?

Das hängt vom Anbieter ab. Gratis-Tarife großer, bekannter Dienste sind eine vernünftige Wahl. Bei unbekannten Apps fanden Forscher teils Schadsoftware und fehlende Verschlüsselung.

Kann ich mit einem Gratis-VPN Netflix schauen?

Meist nicht. Bei Proton VPN Free ist Streaming dem Bezahltarif vorbehalten, und auch bei anderen Gratis-Tarifen ist es selten enthalten. Zudem sperrt Netflix viele VPN-Server.

Wie kann ich ein Bezahl-VPN kostenlos testen?

Nutzen Sie die Geld-zurück-Garantie. NordVPN, ExpressVPN, Surfshark und Proton VPN bieten 30 Tage, CyberGhost 45 Tage. Kündigen Sie rechtzeitig und beantragen Sie die Rückerstattung beim Kundendienst.

Gibt es ein VPN kostenlos ohne Anmeldung?

Es gibt Angebote ohne Konto, doch viele finanzieren sich über Werbung oder Daten. Seriöse Anbieter wie Proton VPN verlangen auch für den Gratis-Tarif ein Konto.

Welches kostenlose VPN eignet sich für iPhone und Mac?

Laden Sie nur Apps bekannter Anbieter aus dem App Store, etwa Proton VPN. Prüfen Sie den Namen des Entwicklers, bevor Sie installieren.