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Ivacy Test 2026: Preise, Tempo und Streaming

Ivacy lockt mit einem der niedrigsten Preise der Rangliste: 1,78 € pro Monat im Zwei-Jahres-Tarif, zehn Geräte und 31 Tage Rückgaberecht. Der Preis hat eine Kehrseite, denn laut Security.org verliert der Dienst über die Hälfte der Geschwindigkeit.

Von der Redaktion Bester VPN ·

Transparenz: Die Buttons führen zu den Websites der Anbieter; einige davon können Werbelinks sein, für die wir eventuell eine Provision erhalten, ohne Mehrkosten für Sie. Reihenfolge und Noten hängen nicht von diesen Links ab. So bewerten wir die Anbieter.

Fazit und Noten

Ivacy Logo8,1von 10
Note Bester VPN

Fazit: Ivacy ist ein sehr günstiger VPN mit vielen Servern und zehn Geräten, aber mit stark eingeschränktem Tempo, ohne Audit und mit nur teilweise geschützten Apps. Er passt zu Sparfüchsen, nicht zu Menschen, die Wert auf Geschwindigkeit legen.

  • Sicherheit und Datenschutz 3,0/10
  • Streaming 3,3/10
  • Geschwindigkeit 1,0/10
  • Servernetz 4,7/10
  • Preis 9,4/10
  • Bedienung 8,5/10

Preis: ca. 1,78 €/Monat · Ideal für: Wer einen niedrigen Preis sucht

  • Geld zurück binnen 31 Tagen
  • 10 Geräte gleichzeitig
  • Server in 70 Ländern
  • Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
  • Entsperrt nicht Disney+ und BBC iPlayer
  • 58 % Tempoverlust auf nahen Servern

Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.

Billig und breit, aber nicht schnell

Wer in den Vergleichslisten nach dem günstigsten VPN sucht, stößt schnell auf Ivacy. Der Zwei-Jahres-Tarif kostet umgerechnet nur 1,78 € pro Monat, und das bei zehn gleichzeitigen Geräten. In unserer Rangliste kommt der Dienst trotzdem nur auf 8,1 von 10 Punkten (Platz 22), weil der niedrige Preis durch Schwächen bei Geschwindigkeit, Datenschutz und Transparenz erkauft ist.

Startseite von Ivacy am Computer – im Vergleich: bester VPN für Österreich
Screenshot: ivacy.com, Oktober 2026

Eine Besonderheit vorweg: Ivacy läuft inzwischen unter dem Zusatz Powered by PureVPN. Bestehende Abos werden laut Anbieterseite von PureVPN verwaltet, und auf der Ivacy-Seite wird auch PureVPN verkauft. Dritte berichten, dass beide Marken im August 2024 zusammengeführt wurden. Es ist also möglich, dass die Marke Ivacy mittelfristig im Schwesterdienst aufgeht.

Für wen Ivacy infrage kommt

Ivacy passt, wenn Sie vor allem wenig zahlen wollen und der Dienst nur gelegentlich oder für leichte Aufgaben laufen soll: ein paar Seiten im öffentlichen WLAN aufrufen, ein Streaming-Angebot ausprobieren, ein Zweitgerät absichern. Für große Downloads, Videokonferenzen in hoher Qualität oder anspruchsvollen Datenschutz ist er weniger geeignet.

Preisseite von Ivacy – im Vergleich: bester VPN für Österreich
Screenshot: ivacy.com, Oktober 2026

Preise in Euro und Rückgaberecht

Ivacy rechnet auf der Bestellseite in US-Dollar ab, auch bei Aufruf aus Deutschland. Die Euro-Beträge hier sind Umrechnungen und daher ungefähr. Das Monatsabo kostet umgerechnet rund 11,57 €. Einen 12-Monats-Tarif gibt es nicht. Der Zwei-Jahres-Tarif wird als zwei Jahre plus drei Zusatzmonate angeboten und kommt auf rund 1,78 € pro Monat. Auch ein Fünf-Jahres-Tarif ist im Angebot; er ist noch günstiger, bindet Sie aber sehr lange. Zur Verlängerung nennt der Anbieter keinen Preis.

Startseite von Ivacy auf dem Smartphone – im Vergleich: bester VPN für Österreich
Screenshot: ivacy.com, Oktober 2026

Die Rückgabefrist hängt vom Tarif ab: Auf den Zwei- und Fünf-Jahres-Tarifen sind es 31 Tage, beim Monatsabo nur sieben. Laut Security.org gibt es außerdem eine siebentägige Testphase für 0,99 US-Dollar. Einen kostenlosen Dauer-Tarif gibt es nicht. Beim Preis erreicht Ivacy 9,44 von 10 Punkten, eben wegen des Langzeittarifs.

Geschwindigkeit: die große Schwäche

Beim Tempo fällt Ivacy durch. Laut den Messungen von Security.org vom September 2026 sank die Download-Geschwindigkeit auf einem Windows-Rechner um 58 Prozent, auf einem Mac um rund 70 Prozent. Die Latenz stieg deutlich. Das ergibt nur 1 von 10 Punkten. Konkret heißt das: Eine Leitung mit 190 Mbit/s lieferte über das VPN rund 81 Mbit/s. Für normales Surfen reicht das noch, für große Downloads oder hochauflösendes Streaming kann es spürbar bremsen.

Die Seite vpnMentor kommt in ihrer Bewertung zu einem milderen Ergebnis und beschreibt die Geschwindigkeit als leicht über dem Durchschnitt. Die Tests sind nicht direkt vergleichbar, und die Unterschiede zeigen, wie stark die Werte von Server, Protokoll und Zeitpunkt abhängen.

Sicherheit, Standort und Eigentümer

Ivacy wird von PMG Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur betrieben. Der Gerichtsstand ist Singapur, das laut Security.org nicht zu den Five-, Nine- oder Fourteen-Eyes-Staaten gehört. Gleichzeitig berichtet die Seite, dass Singapur mit internationalen Überwachungsnetzwerken zusammenarbeiten soll. Eigentümer ist nach Einschätzung von Dritten dieselbe Gruppe wie bei PureVPN.

Ein unabhängiges Audit der No-Log-Politik gibt es für Ivacy nicht. PureVPN hat eigene Prüfungen, doch sie gelten für die Marke PureVPN. Entsprechend bekommt Ivacy bei Sicherheit und Datenschutz nur 3 von 10 Punkten. Technisch sind OpenVPN, IKEv2 und L2TP/IPsec verfügbar, WireGuard nur über eine Konfigurationsdatei unter Windows, auf dem Mac nur IKEv1. Die Notbremse gibt es laut Security.org und vpnMentor nur auf Windows und Android. Auf dem Mac, dem iPhone und anderen Geräten bleibt der Datenverkehr bei einem Verbindungsabbruch deshalb ungeschützt.

Streaming

Beim Streaming ist die Lage dünn belegt. Security.org berichtet, dass Netflix funktioniert, ohne die Region zu nennen, und die Voreinstellungen der App enthalten Einträge wie Amazon Prime US und BBC UK. Für Disney+ und BBC iPlayer liegen uns keine belegten Tests vor. In unserer Wertung stehen deshalb Netflix USA als freigeschaltet, Disney+ und BBC iPlayer als nicht bestätigt und 3,33 von 10 Punkten. Wer ORF ON im Ausland sehen will, findet bei Ivacy keine belegte Aussage.

Server, Länder und Geräte

Der Anbieter spricht von über 5.700 Servern an mehr als 100 Standorten, Security.org nennt über 70 Länder. Unsere Wertung stützt sich auf die Zahl von 70 Ländern und vergibt 4,67 von 10 Punkten. Pro Abo lassen sich zehn Geräte nutzen, mit Zusatzoption bis zu 50. Die Bedienung kommt damit auf 8,5 von 10 Punkten. Die Webseite gibt es nur auf Englisch, Französisch und Russisch, nicht auf Deutsch. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie Hilfe oder Einstellungen in deutscher Sprache bevorzugen.

Die Wertung im Detail

Die Gesamtnote von 8,1 setzt sich aus sechs Bereichen zusammen. Den Spitzenwert holt Ivacy beim Preis (9,44), danach folgen die Bedienung mit 8,5 Punkten, das Servernetz mit 4,67, Sicherheit und Datenschutz sowie Streaming mit jeweils 3 beziehungsweise 3,33 Punkten und zuletzt die Geschwindigkeit mit nur einem Punkt. Dieses Profil ist ungewöhnlich: Kaum ein anderer Dienst liegt bei einem Bereich so weit oben und bei einem anderen so weit unten. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Gesamtnote zu schauen, sondern auf die Teilnoten, die zu Ihren Wünschen passen.

Wenn Ihnen der Preis am wichtigsten ist, relativiert sich die Platzierung auf Rang 22. Wenn Sie hingegen täglich große Dateien übertragen oder in hoher Auflösung streamen, wiegt der Tempoverlust schwer. Die Gewichtung unserer Methode ist bewusst ausgewogen, nicht auf einen einzelnen Wunsch zugeschnitten.

Was die Verbindung mit PureVPN bedeutet

Auf der Startseite von Ivacy ist erkennbar, dass der Anbieter heute eng mit PureVPN verbunden ist. Für Sie als Kunde bringt das Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist, dass hinter der Marke eine größere Gruppe mit vielen Servern steht. Nachteilig ist, dass nicht klar ist, wie lange es die Marke Ivacy in dieser Form noch gibt und ob Prüfungen, die für PureVPN gelten, auch für Ivacy gelten. Bisher gilt das nicht: Die Audits von PureVPN beziehen sich ausdrücklich auf die eigene Marke. Wer auf geprüfte Datenschutzversprechen Wert legt, sollte deshalb eher zu einem Dienst mit eigenem veröffentlichtem Audit greifen.

Im Alltag: öffentliches WLAN und Reisen

Für das, wofür die meisten einen VPN benutzen, nämlich Schutz im öffentlichen WLAN im Café, im Zug oder im Hotel, reicht Ivacy grundsätzlich aus. Beachten Sie jedoch die Lücke bei der Notbremse: Sie gibt es nur auf Windows und Android. Wenn Sie ein iPhone oder einen Mac nutzen, sollten Sie bei einem Abbruch der Verbindung darauf achten, dass der Datenverkehr nicht ungeschützt weiterläuft. Für Reisen kann der niedrige Preis ein Vorteil sein, wenn Sie mehrere Geräte der Familie mit einem Konto absichern wollen. Rechnen Sie nur nicht mit hoher Geschwindigkeit auf weit entfernten Servern.

Tipps vor dem Kauf

Vor- und Nachteile

Das spricht für Ivacy

Das spricht dagegen

Fazit

Ivacy ist ein Preisbrecher mit deutlichen Abstrichen. Wer vor allem sparen möchte und das Tempo nicht braucht, kann mit dem Zwei-Jahres-Tarif zufrieden sein, sollte aber die 31 Tage Rückgaberecht nutzen und die Geschwindigkeit auf dem eigenen Anschluss prüfen. Wer Wert auf Tempo, Transparenz oder deutschsprachige Hilfe legt, findet in der Rangliste bessere Alternativen, und zwar mehrere Plätze weiter oben.

Wo Ivacy im Gesamtvergleich steht, zeigt unsere Rangliste «bester VPN»: Platz 22 von 29.

Alternativen zu Ivacy

Häufige Fragen

Was kostet Ivacy?

Das Monatsabo kostet umgerechnet rund 11,57 €, der Zwei-Jahres-Tarif rund 1,78 € pro Monat. Einen 12-Monats-Tarif gibt es nicht. Der Anbieter rechnet in US-Dollar ab, die Euro-Werte sind Umrechnungen.

Wie lange gilt die Geld-zurück-Garantie?

Bei den langen Tarifen 31 Tage, beim Monatsabo nur 7 Tage.

Wie viele Geräte erlaubt Ivacy?

Zehn gleichzeitig. Mit einer Zusatzoption sind laut Anbieter bis zu 50 möglich.

Ist Ivacy schnell?

Nein. Security.org maß im September 2026 einen Verlust von 58 Prozent der Download-Geschwindigkeit auf Windows und rund 70 Prozent auf dem Mac.

Wurde Ivacy unabhängig geprüft?

Für Ivacy ist kein unabhängiges Audit der No-Log-Politik veröffentlicht.

Wo sitzt Ivacy?

Der Betreiber PMG Pte. Ltd. sitzt in Singapur. Die Marke läuft inzwischen als Ivacy Powered by PureVPN.

Funktioniert Netflix mit Ivacy?

Laut Security.org ja, die Region wird aber nicht genannt. Für Disney+ und BBC iPlayer fehlen uns belegte Tests.