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Avast Premium VPN Test 2026: Preise und Streaming

Avast Premium VPN, früher als Avast SecureLine bekannt, ist ein bekannter Markenname mit 74 Serverländern, zehn Geräten und 30 Tagen Rückgaberecht. Für Netflix USA und Disney+ taugt er nicht, und ein unabhängiges Audit fehlt.

Von der Redaktion Bester VPN ·

Transparenz: Die Buttons führen zu den Websites der Anbieter; einige davon können Werbelinks sein, für die wir eventuell eine Provision erhalten, ohne Mehrkosten für Sie. Reihenfolge und Noten hängen nicht von diesen Links ab. So bewerten wir die Anbieter.

Fazit und Noten

Avast Premium VPN Logo8,3von 10
Note Bester VPN

Fazit: Avast Premium VPN ist ein einfacher, schneller Dienst mit bekanntem Namen und großem Servernetz. Preis, fehlendes Audit und schwaches Streaming drücken die Bewertung, weshalb er eher etwas für Avast-Kunden ist als eine Empfehlung für alle.

  • Sicherheit und Datenschutz 3,0/10
  • Streaming 3,3/10
  • Geschwindigkeit 9,5/10
  • Servernetz 4,9/10
  • Preis 4,5/10
  • Bedienung 10,0/10

Preis: ca. 4,25 €/Monat · Ideal für: VPN-Einsteiger

  • Nur 2 % Tempoverlust auf nahen Servern
  • Geld zurück binnen 30 Tagen
  • 10 Geräte gleichzeitig
  • Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
  • Entsperrt nicht Netflix USA und Disney+

Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.

Neuer Name, gleicher Dienst

Wer früher den Namen Avast SecureLine kannte, muss umdenken: Der Dienst heißt jetzt Avast Premium VPN. Laut Anbieterseite ist es dasselbe Abonnement und derselbe Schutz, nur mit neuem Namen. Hinter dem Produkt steht die Avast Software s.r.o. in Prag, die zum US-Konzern Gen Digital gehört. Zu derselben Firmengruppe zählen auch Norton, AVG und HMA, die ebenfalls in unserer Rangliste zu finden sind.

Startseite von Avast Premium VPN am Computer – im Vergleich: bester VPN für Österreich
Screenshot: avast.com, Oktober 2026

Mit 8,3 von 10 Punkten steht Avast Premium VPN auf Platz 19. Das ist keine Katastrophe, aber ein Hinweis, dass andere Dienste für das Geld mehr bieten. Im Folgenden erfahren Sie, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Preise und Laufzeiten

Avast bietet keine Monatsoption an. Die Laufzeiten auf der deutschen Seite sind 1, 2 und 3 Jahre. Im Jahrestarif zahlen Sie im ersten Jahr 51,48 €, das sind 4,29 € pro Monat. Der 24-Monats-Tarif kostet 102,00 € für die ersten zwei Jahre, also 4,25 € pro Monat. Die Verlängerung liegt laut Anbieterseite bei 93,99 € pro Jahr, also fast dem Doppelten des Einstiegspreises im ersten Jahr. Das sollten Sie wissen, bevor Sie sich für eine Laufzeit entscheiden.

Startseite von Avast Premium VPN auf dem Smartphone – im Vergleich: bester VPN für Österreich
Screenshot: avast.com, Oktober 2026

Einen dauerhaften Gratis-Tarif gibt es nicht. Laut Anbieterseite können Sie den Dienst jedoch 60 Tage lang kostenlos testen, zusätzlich zur Geld-zurück-Garantie von 30 Tagen. Das ist ein großzügiges Angebot, über die genauen Bedingungen informiert Sie die Seite des Anbieters vor dem Kauf. Im Vergleich mit anderen Diensten sind 4,25 € pro Monat im Zwei-Jahres-Tarif eher teuer: Einige Anbieter in unserer Liste verlangen für dieselbe Laufzeit weniger als die Hälfte. Aus diesem Grund erreicht Avast im Bereich Preis nur 4,5 von 10 Punkten.

Sicherheit, Datenschutz und Eigentümer

Der Gerichtsstand ist Tschechien, ein Land der EU. Die Vergleichsseite Comparitech weist darauf hin, dass Avast wie AVG in Tschechien sitzt und damit außerhalb der 14-Eyes-Staaten. Das ist ein Pluspunkt gegenüber Anbietern etwa in den USA. Der Eigentümer Gen Digital ist allerdings ein US-Konzern, was bei der Beurteilung des Datenschutzes zu berücksichtigen ist.

Ein unabhängiges Audit der No-Log-Politik ist nicht veröffentlicht, so Top10VPN. Dort wird zusätzlich erwähnt, dass der sogenannte Warrant Canary, ein Hinweis auf behördliche Anfragen, seit Juli 2023 nicht mehr aktualisiert wurde. Dazu kommt die Vorgeschichte der Marke: Comparitech erinnert an eine Kontroverse aus dem Jahr 2020 um Datensammlung durch Avast-Antivirenprodukte und deren Tochterfirma Jumpshot. Das ist lange her, bleibt aber ein Grund zur Vorsicht. Im Bereich Sicherheit und Datenschutz gibt es 3 von 10 Punkten.

Technisch stehen WireGuard und OpenVPN sowie das eigene Protokoll Avast Mimic zur Verfügung. OpenVPN gibt es allerdings nicht auf Mac und iOS. Eine Notbremse ist laut Anbieter integriert.

Streaming

Beim Streaming ist Avast Premium VPN eher schwach. Laut Top10VPN (Stand November 2024) funktioniert BBC iPlayer, Netflix USA und Disney+ aber nicht. Netflix Deutschland lief im damaligen Test. Der Dienst erreicht daher nur 3,33 von 10 Punkten. Wenn Sie vor allem amerikanische Streaming-Angebote nutzen wollen, wählen Sie einen anderen Dienst. Zu ORF ON im Ausland liegen keine belegten Angaben vor.

Geschwindigkeit

Beim Tempo schneidet der Dienst gut ab. Top10VPN maß im November 2024 einen Verlust von 2 Prozent auf nahen Servern, im Schnitt 98 Mbit/s bei Downloads. Für ferne Server nennt die Quelle keinen verwertbaren Prozentwert, der Test spricht aber von deutlich langsameren Verbindungen auf langen Distanzen. In der Wertung führt das zu 9,5 von 10 Punkten. Die Messung ist älter als ein Jahr, die heutige Leistung kann abweichen.

Server, Geräte und Bedienung

Avast nennt Server in 74 Ländern und 116 Städten, darunter einige virtuelle Standorte. Das Netz bringt 4,93 von 10 Punkten. Mit zehn gleichzeitigen Geräten und 30 Tagen Rückgaberecht erreicht die Bedienung die Höchstnote von 10. Laut Comparitech gibt es Apps für Windows, macOS, iOS, Android und Android TV, aber keine Unterstützung für Router. Eine eigene Seite für Österreich gibt es nicht, die deutsche Version der Webseite ist aber in deutscher Sprache verfügbar.

Wer tiefer einsteigen will, kann zwischen den Protokollen wählen, sollte dabei aber die Einschränkung bei OpenVPN auf Apple-Geräten kennen.

Für wen lohnt sich Avast Premium VPN?

Der Dienst eignet sich für Leute, die ohnehin Avast-Produkte nutzen, einen bekannten Namen bevorzugen und ihren VPN für das öffentliche WLAN, für Reisen und für die Familie brauchen. Wer streamen will, auf Datenschutz mit Nachweis Wert legt oder nach dem günstigsten Preis sucht, findet in der Rangliste bessere Optionen.

Die Wertung im Detail

Die 8,3 Punkte setzen sich aus sechs Teilen zusammen: Bedienung 10, Geschwindigkeit 9,5, Servernetz 4,93, Preis 4,5, Streaming 3,33 und Sicherheit und Datenschutz 3. Das Bild ist eindeutig. Der Dienst ist einfach zu bedienen und schnell, aber bei den Dingen, die ein VPN von anderen unterscheiden, also Nachprüfbarkeit des Datenschutzes und Zugang zu Streaming-Angeboten, bleibt er zurück. Auch der Preis ist nicht so attraktiv, wie es der große Markenname vermuten lässt.

Fairerweise gilt: Wer nur ein einfaches Werkzeug für das öffentliche WLAN sucht, braucht kein Audit und kein Netflix USA. Für diese Gruppe ist die Punktzahl strenger, als es der Alltag verlangt. Wer aber Wert auf Transparenz legt, sollte die Wertung ernst nehmen.

Wie Sie die Testphase nutzen

Nutzen Sie die Zeit, die Ihnen der Anbieter gibt, gezielt. Prüfen Sie zuerst, ob die App auf all Ihren Geräten läuft und wie sie sich beim Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk verhält. Testen Sie danach die Dienste, die Ihnen wichtig sind, und vergleichen Sie die Geschwindigkeit mit und ohne VPN auf Ihrem Anschluss von A1, Magenta, Drei oder einem anderen Anbieter. Wenn Sie nicht zufrieden sind, kündigen Sie innerhalb der Frist und lassen Sie sich das Geld erstatten. Notieren Sie sich auch den Verlängerungspreis von 93,99 € pro Jahr, damit er Sie nicht überrascht.

Im Alltag unterwegs

Typisch für einen VPN dieser Art ist der Einsatz im Zug, im Café oder im Hotel. Dort schützt der Dienst Ihre Verbindung, wenn Sie Mails abrufen, im Onlinebanking eingeloggt sind oder Dokumente verschicken. Mit zehn Geräten pro Abo lassen sich auch Handys und Tablets von Familienmitgliedern einbinden. Auf Reisen kann ein Server in der Heimat helfen, Inhalte zu erreichen, die im Ausland gesperrt sind. Ob der ORF ON auf diese Weise funktioniert, ist bei diesem Dienst nicht belegt.

Alternativen im Überblick

Wer ein Mitglied derselben Firmengruppe sucht, findet in der Rangliste auch HMA. Wer mehr Nachweise für den Datenschutz will, sollte sich die Dienste mit veröffentlichtem Audit ansehen, und wer streamen möchte, die Spalten zu Netflix USA, Disney+ und BBC iPlayer in der Tabelle. Zwei direkte Nachbarn im Ranking sind Windscribe mit Gratis-Tarif und starkem Streaming sowie IVPN mit Fokus auf Datenschutz.

Vor- und Nachteile

Pluspunkte

Minuspunkte

Fazit

Avast Premium VPN ist ein solider, einfach zu bedienender Dienst mit gutem Tempo und großem Servernetz. Wegen des fehlenden Audits, des durchschnittlichen Preises und der schwachen Streaming-Ergebnisse reicht es in unserer Wertung nur für das untere Mittelfeld. Wenn Sie sich dafür interessieren, nutzen Sie die Testphase und vergleichen Sie dann mit den Spitzenreitern der Rangliste.

Wo Avast Premium VPN im Gesamtvergleich steht, zeigt unsere Rangliste «bester VPN»: Platz 19 von 29.

Alternativen zu Avast Premium VPN

Häufige Fragen

Heißt Avast SecureLine jetzt Avast Premium VPN?

Ja. Laut Anbieter ist es dasselbe Abonnement und derselbe Schutz, nur mit neuem Namen.

Was kostet Avast Premium VPN?

Der 12-Monats-Tarif kostet 4,29 € pro Monat, der 24-Monats-Tarif 4,25 € pro Monat. Ein Monatsabo gibt es nicht. Die Verlängerung liegt laut Anbieter bei 93,99 € pro Jahr.

Gibt es Geld zurück oder eine Testphase?

Ja, 30 Tage Geld zurück. Laut Anbieterseite kann man den Dienst außerdem 60 Tage lang kostenlos testen. Einen dauerhaften Gratis-Tarif gibt es nicht.

Wie viele Geräte erlaubt Avast Premium VPN?

Zehn Geräte gleichzeitig.

Entsperrt Avast Premium VPN Netflix USA?

Laut Top10VPN (November 2024) nicht. Auch Disney+ funktioniert nicht, BBC iPlayer hingegen schon.

Wurde Avast Premium VPN unabhängig geprüft?

Ein unabhängiges Audit der No-Log-Politik ist nicht veröffentlicht.

Wo sitzt Avast?

Der Betreiber sitzt in Tschechien, Eigentümer ist der US-Konzern Gen Digital.